„Deutsche Dogge - Charakter“

Indra u. Hera pflegen gemeinsam den J-Wurf
Indra (2,3 Jahre) und Großmutter Hera (9 Jahre) pflegen gemeinsam Indras J-Wurf (11 Welpen).
Dieses Foto beweist bestes Sozialverhalten, keine Aggressionen zwischen Hündinnen, also aller bestes Wesen u. einen hervorragenden Charakter.

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Ausgehend vom Doggenstandard wird der Charakter von Deutschen Doggen als freundlich, liebevoll und anhänglich gegenüber ihren Besitzern beschrieben. Skepsis gegenüber Fremden wird toleriert.
Gefordert wird ein selbstsicherer, unerschrockener, leichtführiger und gelehriger Begleit- und Familienhund mit einer hohen Reizschwelle, ohne Aggressivverhalten.
Der Doggenstandard verkörpert hinsichtlich des Wesens oder dem Charakter der Deutschen Dogge ein Idealbild. Ein Großteil der genannten Charaktereigenschaften der Deutschen Dogge ist nicht völlig angeboren, sondern muss durch Sozialisierung und Erziehung entwickelt werden.
Hinsichtlich des Wesens von Deutschen Doggen bieten wir für den doggeninteressierten Liebhaber die Möglichkeit an, sich vom Charakter unserer Zuchtdoggen im dichtesten Berliner Großstadttrubel selbst zu überzeugen.


Das Wesen unserer Zuchtdoggen wird immer wieder spontan in der Berliner Öffentlichkeit bewundert.

Charakter der Deutschen Dogge in der Öffentlichkeit

Bei einer solchen Gelegenheit wird eine nicht ganz unwesentliche sehr positive Eigenschaft für einen Begleithund besonders deutlich:
Seit 5 Generationen sind unsere Deutschen Doggen nicht mehr zurückhaltend Fremden gegenüber. Um einen hohen Grad an Selbstsicherheit zu erreichen, sind wir von der auf Schönheit ausgerichteten Championzucht abgegangen.
Die Schwerpunkte der Zuchtauslese wurden verändert. Gleichzeitig wurde die Erziehung und Ausbildung präzisiert.
Unsere Zuchtdoggen eignen sich nicht nur für's Privatgelände, sondern sind sehr zuverlässige, aufgeschlossene und gesellige Begleithunde mit oder ohne Leine.

Gina: S-Bahnhof Berlin Friedrichstraße

links:
Großmutter Gina
auf dem S-Bahnhof Berlin-Friedrichstraße






rechts:
Enkeltocher Indra
beim Festival of Lights Berlin 2012

Indra: Festival of Lights - Berlin


Die Vorstellung der Deutschen Dogge als Begleithund in der Öffentlichkeit!
Dieses Angebot richtet sich an interessierte Hundefreunde, die noch wenig Erfahrung mit der Deutschen Dogge haben u. das Wesen der Deutschen Dogge u. die Reaktion der Öffentlichkeit auf diese edle Hunderasse "live" erleben möchten. Anliegen ist es die Gebrauchseigenschaften u. die Gesellschaftsfähigkeit der Deutschen Dogge vorzustellen. Unsere Doggen werden am Wochenende ohne Leine im Naherhohlung- u. Hundeauslaufgebiet Berlin Grunewaldsee o. an der Leine am Bahnhof Zoo, Europa-Center und am Ku'damm vorgestellt. Eine Fahrt mit der U-Bahn vom KaDeWe Berlin zum Bahnhof Zoo zeigt die volle Gesellschaftsfähigkeit unserer Doggenzucht auf Grund von 5 Generationen sorgfältiger Zuchtauslese durch eigene Hand.


Die Prüfungsordnungen des BVZ, des BVH oder des VDH zum Hundeführerschein sind zwar recht unterschiedlich, beinhalten aber in Abstufungen die wesentlichen Grundfähigkeiten für einen Begleithund in der Stadt. Das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln gehört nicht zu den Prüfungsordnungen der oben genannten Verbände.

Solche Belastungstests in einer voll besetzten U-Bahn, teilweise mit alkoholisierten Fahrgästen (Jugendliche), geben Auskunft über die Wesensfestigkeit einer Zucht.
Die größte Belastung für eine Deutsche Dogge sind in der Regel keine Menschen, sondern aggressive, nicht sozialisierte Hunde.
Erst wenn die Dogge auf Scheinangriffe oder ernstgemeinte Angriffe durch andere Hunde cool (im Sinne von souverän u. nervenstark) reagiert, kann man von Wesensfestigkeit sprechen. Eine Ausnahme bilden junge Doggen. Sie wollen sich im Spiel beweisen und testen sich und andere Hunde aus. Das gehört zur Entwicklung, die später in einem abgeklärten Verhalten endet.

Hier zwei Beispiele aus der Praxis:
1. Beispiel:
Unsere Doggen Gina, Hera und Indra (zum Zeitpunkt: Gina über 11 Jahre - Hera fast 9 Jahre - Indra fast 2 Jahre) werden regelmäßig ohne Leine in Feld und Flur bewegt. Bei einem dieser Ausflüge kam es zu einem Hubschrauberüberflug in etwa 10-15 m Höhe durch den Bundesgrenzschutz. Trotz der enormen Lärmentwicklung von oben zeigten sich alle drei Hündinnen in keinster Weise beeindruckt.
2. Beispiel:
Während einer Fahrt mit dem PKW durch die polnischen Endmoränen der Weichselkaltzeit (ehem. Westpommern) haben wir bei einen Zwischenstopp aus Versehen den Mittagsschlaf eines Wildschweines gestört. Unsere beiden unangeleinten Seniorenhündinnen (Hera: knapp 8 Jahre und Gina: fast 11 Jahre) standen plötzlich direkt vor einem ausgewachsenen Keiler von etwa gleicher Höhe, aber weit mehr als doppelter Körpermasse. Sein Lager war im Gestrüpp direkt 10 m vor uns. Da beide Doggenhündinnen sehr erfahren sind, ist es zu keiner ernsthaften Auseinandersetzung gekommen. Durch Imponieren haben beide Hündinnen getestet und Kraft demonstriert. Der Keiler zeigte sich beeindruckt weil die Doggen sehr selbstbewußt und deutlich schneller u. wendiger waren. Der Riese ist dann nach einen tiefen Schnaufer davongetrottet. Beide Doggenhündinnen haben sich von mir Abrufen lassen, weil sie dieses Kommando aus dem Hundeauslaufgebiet kennen und genau wissen, dass Herrchen keine Auseinandersetzungen in Form eines Ernstkampfes duldet. Das Abrufen hat die Situation damit entschärft. Wenn man als Halter nicht in der Lage ist solche Situationen zu kontrollieren werden es die Tiere untereinander klären. Das heißt, der Keiler hätte beim Nachsetzen der Doggen angegriffen. Ältere, sehr erfahrene Doggen haben es leichter mit solchen Belastungssituationen klar zu kommen. Doggen, die auf Grund genetischer Verarmung oder aus Unerfahrenheit kein differenziertes Verhalten entwickeln können, haben es wesentlich schwieriger.

Die beschriebene Begegnung war unsere 3. Erfahrung mit Wildschweinen allerdings mit verschiedenen Doggen sehr unterschiedlichen Alters.
Alle Begegnungen sind positiv verlaufen.
Dafür gab es drei Gründe:
1. Die Hunde haben sich nervenstark verhalten.
2. Beide Seiten hatten Respekt voreinander.
3. Die Doggen haben sich abrufen lassen.

Seit 5 Generationen vergleichen wir das Verhalten unserer Zuchtdoggen. Dabei tolerieren wir soziale Verhaltensweisen wie Imponieren u. Dominieren solange es spielerisch ausgetragen wird. Ernste Auseinandersetzungen sind absolut tabu.
Doggen, die sehr schnell eine böswillige Auseinandersetzung anstreben, kennen wir seit 5 Generationen nicht mehr.
Eine hohe Selbstsicherheit in Verbindung mit Imponieren ist ein wirksamer Schutz vor Kurzschlussreaktionen.

Die im Standard beschriebene hohe Reizschwelle bedeutet nicht, dass die Dogge sich immer passiv verhalten soll. Eine Deutsche Dogge, die nicht reagieren darf (o. es nicht soll), kann sehr leicht explodieren, wenn sie gezwungen wird zu reagieren. In Verbindung mit Angst kann die Situation unkontrollierbar werden. Solchen Doggen fehlt meistens ein differenziertes Verhaltensmuster unter Stress. Wenn eine Deutsche Dogge aus Mangel an Reaktionsmustern explodiert, ist sie nicht mehr zu halten. Die Dinge nehmen dann ihren Lauf ....
Das standardgerechte Wesen oder der Charakter der Deutschen Dogge ist immer ein Resultat aus positiven Erbanlagen und einer artgerechten Erziehung.

G.Dießel


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