Die Harlekindogge auf der Basis von Merle.

Video © by G. Dieẞel 2025
Mit Lena vom Gehrensee (8 Jahre) durch den Pückler Park Branitz.


Gina mit Hektor



Gina Gina Bianca
   
Annuschka           Kira Jaro
   
Gina     Baal Gina
   
Larmaro Gina
   
Jaro Jaro
   
Diva Dragon         Eyline
   
Dragon Jaro
   
B-Wurf C-Wurf
   
Deutsche Dogge Harlekin Ruede Deutsche Dogge Harlekin Ruede
   
Deutsche Dogge Harlekin Ruede Deutsche Dogge Harlekin Welpe
   
B-Wurf C-Wurf

Die Harlekindogge ist ein gefleckter Farbschlag der Deutschen Dogge mit weißer Grundfarbe. Auf Grund der Qualzuchtbestimmungen und des komplizierten, genetischen Erbganges mehrerer Gene (Polygenie) ist diese Farbvariante der Deutschen Dogge nicht leicht zu züchten. Ein Qualitätsmerkmal unserer Zucht sind immer die eigenen Doggen. Den Namen einer Zucht mit angekauften Harlekindoggen für Zucht und Ausstellung zu profilieren ist kein züchterisches, sondern ein Marketingprinzip.

Die Deutschen Doggen vom Gehrensee waren 30 Jahre lang eine Spezialzucht für weiß-schwarz gefleckte Deutsche Doggen. In 30 Jahren hatte ich nicht einen einzigen blinden oder tauben Doggenwelpen auf Grund des Fleckungsfaktors "Merle". Darüber hinaus wurde durch die angewendete Methode der "Heterosiszucht" bei den Zuchtdoggen durchschnittlich ein zweistelliges Lebensalter erreicht. Herzprobleme habe ich bei meinen Zuchthündinnen niemals kennengelernt. Knochenkrebs war nur einmal am Anfang bei der Stammmutter meiner Kreuzungszucht ein Thema.

Was man über den Fleckungsfaktor "Merle" wissen sollte.

1. Merle ist ein genetisches Element, das die schwarze Grundfarbe der Deutschen Dogge aufreißt und gleichzeitig das Schwarz aufhellt. (Genort: Silver-Locus)
3. Über Genkopplung kann sich das Weißgen H mit Merle verbinden. Das Ergebnis ist die weiß-schwarz-gefleckte Deutsche Dogge.
4. Merle (oder Merle-Insertion) ist nicht stabil. Durch ganz unterschiedliche Verpaarungen kann sich die Merle-Insertion verkürzen oder verlängern.
5. Eine sehr kurze Merle-Insertion ergibt kryptisches Merle, das nicht oder kaum in Erscheinung tritt.
6. Die längste Merle-Insertion wird Doppelmerle genannt. Doppelmerle entsteht, wenn 2 gefleckte Doggen miteinander verpaart werden. Man erkennt Doppelmerle an fast 100% weißen Doggen mit sehr hellen Augen und einem fast weißen Kopf.
7. Doppelmerle ist ein Defektgen was zu blinden oder tauben Doggen führen kann. (Qualzucht)
8. Doppelmerledoggen vererben immer zu 100% gefleckte Doggenwelpen.
9. In der Vergangenheit wurden Doppelmerledoggen (auch in Deutschland) in Verbindung mit schwarzen Doggen eingesetzt, um genetische Schwächen im Genpool der gefleckten Deutschen Dogge zu überbrücken.
10. Die Verpaarung einer Doppelmerledogge an eine gefleckte Deutsche Dogge führt zur Verdrängung der schwarzen Grundfarbe. Diese Verpaarungsvariante birgt enorme Risiken für einen gesunden Wurf Doggenwelpen.
11. Qualzucht kann verhindert werden, indem man eine gefleckte Dogge ausschließlich mit einer schwarzen Dogge (o. schw. Mantel) verpaart. Dabei kommt es zu einer Verkürzung der Merle-Insertion. Diese Methode der Verhinderung von Schäden an Augen und Ohren durch Doppelmerle ist seit Jahrzehnten bekannt. Es war also kein Problem die Erfahrungen aus über 100 Jahren Harlekinzucht zu nutzen um Qualzucht zu verhindern. Es wurde früher nicht gemacht, weil die Zuchtergebnisse bei der Anpaarung von "Schwarz" nicht selten unbefriedigend waren.
12. Eine weitere sehr alte Züchtererfahrung besagt, dass die angepaarte schwarze Dogge nicht aus der "Blauzucht" stammen sollte. Wenn dass zum Standard wird, züchtet man nach mehreren Generationen nur auf die reine Merle-Dogge, den Grautiger. Die weiß, schwarz gefleckte Harlekindogge geht somit zu Gunsten des Grautigers verloren.
13. In 30 Jahren Doggenzucht hatte ich als Geflecktzüchter der Doggenzucht vom Gehrensee nicht einen einzigen blinden oder tauben Doggenwelpen. Ich habe die Methode der Zuchtwertschätzung angewendet um eine hohe Geflecktrate zu erhalten, wobei sich der Phänotyp immer dicht am Doggenstandard bewegen sollte.
14. Doggenzucht auf Gesundheit, als mit Abstand erstes Zuchtziel, muss sich in Zukunft durchsetzen um die Rasse zu erhalten. Das bedeutet nicht, dass die Zuchtbasis hochgradig genetisch krank ist. Allein periodisch steigende Tierarztkosten werden die meisten Doggenliebhaber in Zukunft abschrecken sich eine große Hunderasse zuzulegen. Methodisch und organisatorisch ist es machbar das durchschnittliche Lebensalter der Rasse locker um 2 Jahre zu erhöhen. Die Zucht muss allerdings leicht umgestellt werden und es müssen natürlich alle an einem Strang ziehen. Hinzu kommt, dass der Tierschutz seine Kampagne gegen die Dogge einstellt und die Bemühungen von Züchtern und Zuchtverbänden anerkennt. Genau hier liegt aber das Problem. Was da durch Literaturstudium zusammengeschrieben wird, grenzt teilweise an "Verleumdung" und "Üble Nachrede".

Der Fleckungsfaktor "Merle" in der Vererbung der Deutschen Dogge.

1. Will man die Vererbung zweier Paarungspartner beim Hund einschätzen, so geht das nur über die Beurteilung des kompletten Wurfes.
3. Bei der gefleckten Deutschen Dogge kann man die Wirkung von "Merle" nicht beurteilen ohne ein zweites H-Gen (Weißgen) zu berücksichtigen.
4. Es ist nur möglich Tendenzen zu erkennen, wenn man sehr viele Würfe auswertet. Bei mir waren es 30 Jahre langes sammeln von Informationen um einer realistischen Zuchtwertschätzung nahe zu kommen.
5. Der Fleckungsfaktor "Merle" verhält sich im Erbgang dominant, ist aber selbst nicht stabil und deshalb in der Wirkung nicht einheitlich.
6. Nur Doppelmerle als Defektgen verhält sich zu 100% zuverlässig dominant. Es bringt immer zu 100% gefleckte Welpen.
7. Da die Merle-Insertion unterschiedlich lang ist, ist die Wirkung von Merle auch unterschiedlich.
8. Merle hat die Eigenschaft die schwarze Grundfarbe aufzureißen. Das können schwarze Platten sein, das können aber auch kleine Flecken auf weißen oder grauen Grund sein.
9. Grundsatz: Je mehr das Schwarz aufgerissen ist, desto stärker (länger) ist die Merle-Insertion.
10. Plattendoggen mit viel, nur wenig aufgerissen Schwarz, sind erbschwach. Helle (weiße) Doggen mit kleineren Flecken deutlich erbstärker.
11. Es sieht so aus, dass ein kräftiges Merle mit langer Basenkette die Genkopplung zum H-Gen (Weißgen) fördert.
12. Wie kann man Doppelmerle als Defektgen von weißen Doggen mit einfachen, aber kräftigen Merle unterscheiden?
13. Einfaches Merle mit einer langen Basenkette kann auch fast weiß sein, hat aber immer am Kopf, an den Ohren und in den Augen dunkles Pigment.
14. Das starke, dominante Defektgen Doppelmerle erkennt man immer an einer fast weißen Dogge mit weißen Ohren und Husky-Augen.
15. Doppelmerle entsteht nur durch Verpaarung zweier gefleckter Deutscher Doggen. Als gefleckte Dogge zählt auch eine schwarze Dogge die am Bauch oder an den Flanken aufgerissenes Schwarz hat.
16. Kryptisches Merle ist nicht qualzuchtrelavant. Wäre Merle mit sehr kurzen Basenketten ein Problem hätten man in der Vergangenheit die zur Zucht zugelassenen Doppelmerledoggen nicht importieren müssen.
17. Gängige Praxis war auch der Import von Sperma von ausländischen Doppelmerledoggen. (HANNIBAL LECTOR-A IL GIARDINO DI ZEUS).
18. Um einen sehr guten Geflecktwurf zu haben spielt der Genotyp der anzupaarenden schwarzen Dogge ebenfalls eine wichtige Rolle. Das ist aber ein neues Thema.



Harlekindogge in Gefahr!

Wo ist die Lobby für die Harlekindogge?

Seit nunmehr 17 Jahren wurde in Deutschland erfolgreich Qualzucht bei der Deutschen Dogge über den Merle-Faktor verhindert. Ohne eine Veränderung der Zuchtmethode war dieser Erfolg nicht möglich.
Da man Hundezüchter nicht selten als eine genetisch unterentwickelte Form des Homo sapiens betrachtet (dem man nicht vertrauen kann), wurden neue Grenzen gesetzt. Mehr als 50% Weiß bei einer Harlekindogge wurde als Qualzuchtmerkmal eingestuft. Das bedeutet Ausstellungsverbot und Zuchtverbot! Was sind die Folgen?
Da der Merle-Faktor kein stabiles Gen ist, geht zuerst die Genkopplung zum H-Gen (Weiß-Gen) verloren. Die vielen Grautiger bekommen dann immer größere schwarze Platten, weil sich die Merle-Insertion verkürzt. Am Ende greifen die Welpeninteressenten zu schwarzen Welpen, weil diese edler aussehen.
Diese neue Regel ist ein Zuchtverbot für die Harlekindogge durch die Hintertür und macht die weiß-schwarz gefleckte Dogge zum Auslaufmodell. Wenn seriöse Zuchtvereine die Feinde der Rassehundezucht nicht in die Schranken verweisen, werden engagierte Rassenhundezüchter ihren Markt weiter verlieren. Wenn es um die gesunde Nachkommenschaft geht, kann das nur über ein faktenbasiertes Herangehen geschehen. Unter "faktenbasiert" verstehe ich auch ein statistisches Herangehen an ein Problem welches wissenschaftlich im Moment nur schwierig erklärbar ist. Die Wahrheit zeigt sich in der Praxis.

Siebzehn Jahre qualzuchtfreie Harlekinzucht bei Deutschen Doggen in Deutschland sollte man nicht ignorieren!